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 The Insider (From Outsider to the Insider) Auszug

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The-Insider
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BeitragThema: The Insider (From Outsider to the Insider) Auszug   Mo Okt 29, 2012 8:25 pm

1. Lonley boy’s begin

“Ich liebe dich nicht mehr”, dass waren Ihre Worte als Sie mich verliess. Keine Erklärung warum und als ich Sie danach fragte konnte Sie mir keine nennen. Das war jetzt genau einen Monat her, in welchem wir einmal miteinander telefoniert hatten, auch wenn es nichts gebracht hatte. Auf mehr Kommunikation hatten wir verzichtet, schliesslich wollte ich Ihren Wunsch auf Abstand respektieren, allerdings auch nur damit ich Sie gestern mit einem Anderem sehen durfte. Ein Freund einer Freundin wie Sie meinte, sehr glaubhaft wie ich fand. Ich war nur froh so schnell wie möglich da weg zu kommen. In der Zwischenzeit erschuf mein Kopf bereits die wildesten Theorien, wer dieser Typ sein konnte und was Sie mit Ihm alles schon angestellt hatte. Wollte ich das überhaupt wissen? Solche Situationen waren noch nie meine Stärke. Mit gerade mal 17 Jahren musste ich mich bisher auch noch nicht sonderlich oft mit solchen Geschichten auseinandersetzen. Wie unhöflich von mir, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Rayen Baker, wie bereits erwähnt 17 Jahre alt und wurde von meiner grossen ersten Liebe verlassen und anscheinend bereits auch ersetzt. Selten hatte ich mich dümmer gefühlt als jetzt. Mir viel nichts Besseres ein als nach Hause zu gehen, meine Sachen in mein Zimmer zuschmeissen und wieder aus dem Haus zu stürmen ohne einen einzigen Kommentar abzugeben. Mein Dad versuchte zwar etwas zu sagen, aber dazu liess ich ihm gar keine Gelegenheit. Ich konnte grade echt auf alle Kommentare verzichten.

Die Zigarette tat gut, auch wenn ich mich dafür hasste. Ich war auf keine bessere Idee gekommen, als in den nächsten Laden zu laufen und mir ein Feuerzeug und meine erste eigene Schachtel Zigaretten zu kaufen. Jetzt war ich auf der Suche nach der nächsten Bar, um meinen Kopf das erste Mal seit vier Wochen leer zu bekommen. Auch wenn ich noch nicht 21 war, wenn ich eines über New York wusste, dann das man immer was zu trinken bekommt. Vor allem, wenn man wie ich in Brooklyn wohnt. Mit dem Bier in der Linken und einer weiteren Zigarette in der rechten Hand, kam ich nicht darum herum zugeben zu müssen, dass ich mir meinen Sommer anders vorgestellt hatte. Gerade erst vor zwei Monaten hatte es mein Dad geschafft, dass ich meine letztes Jahr vor dem College an der St. Jude’s School for Boys machen kann. Die St. Jude’s ist so ziemlich die teuerste und angesehenste Privatschule in New York und selbstverständlich liegt sie auf der Upper East Side. Keine Ahnung was der Junge aus Brooklyn dort verloren hatte, aber wenn ich so auf ein College meiner Wahl kann, soll es mir recht sein. Mit etwas Glück werden meine neuen Schulkameraden nicht gleich merken, dass meine Brieftasche nicht ganz Ihrem Niveau entspricht. Mal was neues zusehen, dagegen hatte ich nichts und jetzt erst recht.

Ich schob ein paar Dollar auf die Theke und ging hinaus. Es war überraschend kühl, aber ich dachte mir nichts weiter dabei. „Soll ich nach Hause?“, fragte ich mich leise. Mein Dad machte sich bestimmt sorgen um mich, aber ich wollte nicht in diese vier Wände zurück voller Erinnerungen an etwas, dass ich endgültig verloren hatte. So seltsam es auch klingen mag, fühlte ich mich doch irgendwie besser. Möglicherweise weil Sie mir nun auch die letzte Hoffnung auf einen Neuanfang zwischen uns genommen hatte. Meine Füsse trugen mich langsam Richtung Prospect Park, dass es schon gegen Mitternacht war kümmerte mich gerade herzlich wenig. Mein Handy hatte ich instinktiv ausgeschaltet. Wahrscheinlich hatte mein Dad und meine kleine Schwester Lucy mich schon etwa zehnmal versucht zu erreichen. Den dummen Spruch eines Betrunkenen ignorierend, lief ich in den Prospect Park hinein. Früher war ich oft hier gewesen, als meine Eltern noch zusammen waren. Mein Dad und ich hatten zusammen Football gespielt, auch wenn ich eine ziemlich Niete im Sport war und immer noch bin. Er gab die Hoffnung jedoch nie auf, dass ich mich dafür mal begeistern würde. Ich setzte mich auf eine der vielen Parkbanken am See. Ich fühlte mich so unglaublich leer, als wäre da einfach nichts mehr. Meine Hände begannen zu zittern und etwas tropfte auf meine Hosen. Erst meinte ich es hatte begonnen zu regen, bis ich jedoch feststellte, dass ich weinte. Doch es war mir egal, es war ja niemand da, also warum nicht. „Ein letztes Mal noch.“, dachte ich mir und liess es zu. Es gab keinen Grund gegen dieses Tränen anzukämpfen.....


Für's erste mal ein Auszug des ersten Kapitel würde mich über Imputs und Feedbacks von euch freuen Smile

Liebe Grüsse
The-Insider
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BeitragThema: Re: The Insider (From Outsider to the Insider) Auszug   Mi Jan 09, 2013 9:06 pm

So Smile habe bisher zwar keine Rückmeldungen bekommen, aber es wurde offensichtlich doch fleissig angeschaut daher geb ich doch noch etwas mehr preis vom ersten Kapitel Wink


Keine Ahnung wie lange ich bereits da sass, es mussten schon einige Stunden vergangen sein, denn im Osten wurde es bereits langsam hell. Ich stand auf und dehnte mich erst einmal gründlich, dabei erschreckte ich ein paar Enten, die sich, ohne dass ich es gemerkt hatte, vor mir gemütlich gemacht hatten. Mein Mund fühlte sich trocken an und der Geschmack der Zigaretten lag nur zu deutlich noch auf meiner Zunge. Ich suchte in meinen Taschen nach einem Kaugummi, fand jedoch nur das Feuerzeug und die Schachtel Zigaretten. Angewidert betrachtete ich sie, ich war stets Nichtraucher gewesen und schämte mich daher für diesen Ausrutscher. Reflexartig wollte ich die Schachtel in den See werfen, es schien mir allerdings etwas sinnlos zu sein. Die Umwelt zu verschmutzen war nicht gerade die richtige Art der Reue und billig waren sie auch nicht gerade gewesen. Ich beschloss sie dem nächst besten Obdachlosen zu schenken den ich auf dem Weg bis nach Hause treffen würde.

Eine Zigarettenschachtel leichter stand ich etwa nach einer Stunde vor der Tür unseres Lofts. Mein Dad Scot Baker, meine 15 jährige Schwester Lucy und ich wohnten hier zusammen. Mit hier meine ich, Williamsburg Brooklyn. Das Haus war vor etwa 80 Jahren eine Lagerhalle gewesen und wurde in den 80er zu mehreren Lofts umgebaut. Mein Dad spielte in den 90er in einer relativ erfolgreichen Band namens Lincoln Hawke, was meine Schwester und ich allerdings nie zugeben würden. Der Besitzer des Hauses muss ein fanatischer Fan gewesen sein, anders konnte ich mir sonst nicht wirklich erklären wie mein Dad sich unser Loft und das Unterste, welches er zu eine Kunstgalerie gemacht hatte, leisten konnte. Noch während ich nach meinem Schlüssel suchte öffnete Lucy die Tür und viel mir um den Hals. „Wo warst du? Wir haben uns Sorgen gemacht du Idiot!“ „Lucy lass ihn erst einmal reinkommen, die Hauptsache ist doch das es ihm gut geht. Setzt euch die Waffeln sind gleich fertig.“ „Jetzt tu nicht so, als ob du dir keine Sorgen gemacht hättest, wer hat ihm sicher volle 60 Minuten auf die Mailbox gequatscht?“ Ja das war meine Familie, ein klassisches Baker-Familiengezanke. Ich drückte meine Schwester kurz und ging dann zu meinem Dad. Er legte mir die Hand auf die Schulter, „Geht’s einigermassen?“. Ich nickte, „Es tut mir leid Dad, ich wollte einfach alleine sein.“ „Schon gut mein Sohn. Na los komm, zieh dich erst einmal um und dann Frühstücken wir, so lass ich dich nicht an den Tisch“, meinte er mit einem Lächeln und deutete auf den Spiegel an der Wand. Ich sah ziemlich fertig aus. Meine braunen Haare waren zerzaust, die Augen immer noch gerötet und bei den Augenringen, hätte wahrscheinlich nicht einmal mehr Botox geholfen. „Ein Wunder das ihr mich so überhaupt rein gelassen habt“, meinte ich zu meinem Dad und verzog ich mich rasch ins Badezimmer. Als erstes musste ich diesen schrecklichen Tabakgeschmack los werden. So gründlich hatte ich meine Zähne wohl noch nie geputzt, auch wenn ich mein schlechtes Gewissen wegen dem Rauchen so auch nicht los wurde, aber ein Versuch war es wert gewesen. Ich roch prüfend an meinem Shirt, ob es noch tragbar war. Tragbar war es nicht mehr, es roch eher so als ob es rauchbar geworden war. Ich schmiss es mitsamt meinen restlichen Klamotten in die Wäschetonne, es war zu bezweifeln das meine Hosen besser riechen würden. Unter der Dusche merkte ich erst, wie kalt es wohl doch gewesen sein musste und vor allem wie müde ich war. Es fiel mir überraschend schwer nicht gleich unter der Dusche einzuschlafen, also stellte ich erst einmal das Wasser so kalt wie möglich. Ein Blick in den Badezimmerspiegel verriet mir, dass ich jetzt deutlich frischer aussah, nur die Augenringe würde ich wohl nur mit ein paar Stunden Schlaf los werden. Mein Dad hatte mal wieder ganze Arbeit geleistet, wenn etwas konnte war es Kochen. „Kommt noch eine Armee vorbei Dad?“, was er aufgetischt hatte hätte sicherlich für sechs weitere Leute gereicht. „Junge Menschen müssen etwas Anständiges essen und nicht immer Nörgeln.“ „Hast du mir mal die Butter Dad?“, meinte Lucy und ignorierte den letzten Kommentar unseres Küchenchefs. Ich schnappte mir das Rolling Stone Magazin, das aufgeschlagen auf dem Tisch lag. „So so, die Top 10 der vergessen Bands der 90er und sie mal an, Platz 10 Lincoln Hawke. Gratuliere Dad, wie ist es so unter den am meist Vergessenen zu sein?“ „Sehr witzig Rayen. Wir haben übrigens übermorgen eine Gig hier in der Nähe.“ „Keine Sorge Dad, wir werden da sein, dann habt ihr sicher Publikum.“ „Besten Dank Lucy. Es ist toll solche Kinder zu haben.“, meinte er gespielt beleidigt und schnappte sich das Magazin von mir zurück. „Macht das unter euch aus, ich leg mich mal ein wenig hin und bitte leise wenn es geht.“, meinte ich bereits in mein Zimmer flüchtend, bevor Dad mit einer nostalgischen Geschichte über eine seiner Touren anfangen würde. Ich bückte mich um mein Garagentor hochzuziehen, wobei ich feststellen musste das die Nacht auf der Parkbank meinem Rücken nicht gerade gut getan hatte und ja ihr habt richtig gehört, meine Zimmertür ist ein Garagentor. Da unser Loft grundsätzlich nicht viele Wände hat, fand mein Dad das sei eine lustige Idee, anstatt selber eine Wand hochzuziehen. Mir gefiel es eigentlich auch ganz gut, abgesehen davon das es nicht sonderlich leise war. Müde liess ich mich auf mein Bett fallen, dabei war ich wohl etwas zu schnell und eines meiner Bücher fiel aus dem Bücherregal über meinem Bett direkt in mein Gesicht. „Ich hoffe es ist wenigstens gut“, murmelte ich leicht angesäuert, als ich mir das Buch aus dem Gesicht zog. Es war New World von Robert Lowry. Ziemlich passender Titel für mich musste ich feststellen. So wie es aussieht würde ich ja bald eine ziemlich neue Welt vor mir haben. Ich quetschte das Buch zurück ins Regal, welches langsam aus allen Nähten zu platzen schien. Eine meiner grössten Schwächen war nun mal das lesen, aber noch lieber war es mir selber zu schreiben. Meinen eigenen Roman irgendwann veröffentlichen zu können ist mein grösster Traum, bisher hatte ich mich allerdings noch nicht einmal getraut eine meiner Kurzgeschichten einzureichen.

Anscheinend nahmen mein Dad und meine Schwester auf meine Bitte Rücksicht, es herrschte absolute Stille, was in diesem Haushalt nun wirklich als ein Wunder gezählt werden durfte. Bevor ich diesen Luxus wieder verlieren würde, legte ich mich wieder hin und schloss meine Augen. So müde ich allerdings auch war, schaffte ich es nicht sofort einzuschlafen. Die letzten 48 Stunden waren dafür wohl doch zu intensiv gewesen. Genervt wälzte ich mich erst ein paar mal hin und her, um dann doch wieder aufzustehen und mich an meinen Schreibtisch zu setzen. Es sollte zumindest mein Schreibtisch sein, tief irgendwo unter all dem Papier das darauf verstreut war. Die letzten Wochen hatte ich eine ganze Menge Zeit, die ich versuchte hatte kreativ zu nutzen. Jetzt wo ich mir die Texte wieder anschaute, erinnerten sie mich nur noch an etwas, dass ich vergessen wollte. Ich warf sie alle in den Papierkorb und nutze gleich die Gelegenheit einmal wieder gründlich Ordnung zu machen. „Schon viel besser.“, seufzte ich uns setzte mich wieder hin. Ich schaltete mein Notebook an und suchte nach meiner letzten Arbeit die ich begonnen hatte. Es war eine Kurzgesichte, mit der ich mich für ein Praktikum bei der New York Times bewerben wollte. Leider hatte ich schon eine ganze Weile nicht mehr daran gearbeitet und es viel mir auch jetzt sichtlich schwer wieder einzusteigen. „Ahhh was ist nur los mit mir?“ „Alles klar Rayen? Ich dachte du wolltest schlafen?“, ich wäre fast vom Stuhl gefallen als meine Schwester plötzlich neben mir stand. „Nein, ich komm mit meiner Arbeit nicht weiter oder um es etwas dramatischer zu sagen, ich habe wohl auch meine Inspiration verloren.“ „Das wird schon Rayen, hab etwas Geduld. Ist das die Geschichte für die Times?“ „Ja, ist sie. Aber wenn ich in den nächsten Wochen nicht weiter komme, wird sie für niemanden sein ausser meinem Papierkorb.“ „Du wirst schon eine neue Inspiration finden. Ich meine hey wir leben in New York, wo sonst, wenn nicht hier?“ Ich nickte still und lächelte sie kurz an. Eigentlich hatte sie schon recht, wo wenn nicht in einer der grössten und vielseitigsten Städte der Welt, sollte ich eine neue Inspiration finden und eine neue Liebe. „Tue mir bitte einfach ein Gefallen, bitte?“ „Welchen den?“ „Lass dir Zeit Rayen. Keiner erwartet, dass du das so einfach wegsteckst, darum solltest du es von dir auch nicht erwarten.“ „Ich weiss…, aber danke. Es ist schwierig, die Erinnerungen sind einfach so enorm präsent, als ob alles erst gerade passiert wäre.“, meinte ich und massierte mir dabei die Stirn, als ob ich hoffte so einige dieser Erinnerungen mir aus dem Kopf reiben zu können. „Das ist normal, wenn es nicht so wäre hättest du sie nie wirklich geliebt und ich denke das wissen wir alle besser, sogar sie. Kümmre dich jetzt um dich selbst, auch wenn es ungewohnt ist, nach so langer Zeit, nicht mehr auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Es gab ja auch eine Zeit vor ihr.“ „Ja du hast recht, aber so langsam wird mir das unheimlich. Ich bin dein grosser Bruder, sollte ich nicht dir solche Ratschläge geben müssen und nicht umgekehrt?“ „Tja jeder hat so seine Talente mein Brüderchen“, sagte sie mit einem überlegen Lächeln auf den Lippen und floh aus meinem Zimmer, um dem Radiergummi auszuweichen den ich ihr nachgeworfen hatte. Mein Gott konnte sie nerven, aber ich liebte sie trotzdem, wenn es hart auf hart kam konnten wir uns immer aufeinander verlassen. Ich dachte immer ich sei eher der Typ dem Familie zwar wichtig ist, aber nicht an erster Stelle steht, aber so kann man sich täuschen. In meinem tiefsten Inneren würde ich alles tun damit es unsere Familie gut geht. Wir waren ein Team, ein ziemlich chaotisches zugegeben, aber ein Team. Darum wusste ich auch, dass ich nicht alles verloren hatte. Klar Sie war weg und es tat und tut noch immer weh, aber das Leben geht weiter. Mein Kopf hatte das mehrheitlich begriffen, mein Herz brauchte wohl noch etwas Zeit. Ich stand auf und schaltete mein Radio ein und drehte es voll auf. Es lief We are young, was ich gerade als sehr passend empfand und begann mit zu singen. Als Talent hätte ich mich jetzt nicht eingestuft, aber so ganz unmusikalisch war ich auch nicht, aber das lag wohl in der Familie. Plötzlich begann eine Gitarre mitzuspielen, mein Vater musste wohl wieder zu Hause sein und hatte mich gehört. Kurz überlegte ich ob ich aufhören sollte, aber wieso auch ich sang weiter und öffnete mein Garagentor. Mein Vater lachte mich an und spielte weiter, Lucy stieg gleich mit ein und wir legten gleich eine kleine Familienseason ein. Als das Lied zu Ende war, mussten wir erst einmal lachen. „War doch gar nicht so übel oder Dad?“ „Nein Lucy, vielleicht sollten wir mal zusammen eine Singel machen.“, meinte mein Dad halb amüsiert und halb ernst. „Dann lassen wir die Schule sausen und gehen auf Tour mit dir.“, setzte ich noch einen drauf. „Passt auf sonst bringt ihr mich noch auf dumme Gedanken“, meinte er und schmunzelte. „Würdest du eigentlich gerne wieder auf Tour gehen Dad?“, fragte in Lucy und mir war bei dieser Frage etwas mulmig. Ich wusste mein Dad hatte es geliebt unterwegs zu sein und er hatte für uns viel aufgegeben, erst recht als sich unsere Eltern getrennt hatten. Ich hatte oft ein schlechtes Gewissen deswegen. Wenn ich ihn aber darauf ansprach meinte er immer, ich soll nicht so einen Müll reden, da es nichts Schöneres für ihn gäbe, als uns aufwachsen zusehen und mit uns zusammen sein zu können. Er stellte seine Gibson wieder in den Ständer und strich sanft über sie. Sie war ein Geschenk der Band gewesen, als sie aufgehört hatten und neben uns war sie sein ganzer Stolz. „So, wie sieht es mit Abendessen aus, auf was habt ihr Lust? Mexikanisch, italienisch? Ich könnte mein Chili machen.“ „Oh nein danke Dad, dann lieber italienisch, ich möchte diese Nacht noch schlafen können.“ „Ich nehme das jetzt einmal als ein Kompliment Rayen. Also wenn ihr lieber italienisch wollt müssen wir aber erst noch einkaufen und zur Strafe kommst du gleich mit mein Sohn. Lucy du machst bitte den Tisch bereit und die Küche, wir brauchen nicht all zu lange.“ „Geht klar Dad.“ Ich nickte und ging in mein Zimmer und nahm meine Lederjacke aus dem Schrank. Obwohl wir September hatten, war es gerade ziemlich kalt in New York geworden. „Rayen alles klar, können wir los?“ „Alles klar Dad.“, sagte ich und Apokalypse ging mit ihm nach draussen, wo mir ein kalter Windstoss ins Gesicht blies. Blätter flogen über den Gehsteig und einige waren hastig dabei Ihre Fensterläden zu schliessen. Ich blickte zu Himmel hoch, wo sich eine dunkle Wand gebildet hatte, noch eine Stunde und hier würde es aussehen wie in Apokalypse Now. „Dad besser wir beeilen uns einwenig, du siehst auch nicht so aus, als ob du einen Regenschirm mitgenommen hast.“ „Vielleicht sollten wir kurz ein Taxi nehmen, nur zur Sicherheit.“ meinte Dad und winkte eines der tausenden Taxis in New York zu uns. Gerade als ich die Tür öffnen wollte lag auch schon eine andere Hand auf dem Türgriff. „Oh entschuldige, ist das euer Taxi? Ich wollte es euch nicht vor der Nase wegnehmen.“ Ich blickte Sie an und dachte ich hätte einen totalen Aussetzer. Ein Engel mit dunkelblonden, etwas mehr als schulterlangen Haaren, einem wunderschönen Gesicht, wo einfach alles zu stimmen schien und mit einem atemberaubendem Lächeln stand vor mir. Mir war klar das ich sie anstarrte, aber ich konnte einfach nicht anders. Erst als mir mein Dad einen leichten Tritt verpasst, regte sich in meinem Hirn wieder etwas, auch wenn es sich immer noch mehr wie Eiscreme anfühlte, als wie ein Hirn. Ich öffnete die Tür des Taxis und machte eine einladende Geste. „Ladys first, ich denke zu dritte werden wir immer noch genug Platz haben.“ „Solange Ihr auch Richtung Manhattan müsst klar, gerne.“ Mein Vater nickte und sie stiegt gefolgt von uns ein. „Ich heisse übrigens Olivia“, meinte sie bot mir die Hand, die ich sanft drückte. „Rayen, ist mir ein Vergnügen.“ Jetzt erst fielen mir ihre tief blauen Augen auf, die einem völlig in ihren Bann zogen. „Gehst du auf die St. Jude‘s?“ „Noch nicht, aber aber ab Montag“ „Cool, dann sehen wir uns wahrscheinlich wieder, ich gehe nämlich auf die Constance. Fahrer ich muss hier raus danke!“ Sie packte hastig ihre Tasche und öffnete die Tür, dabei drehte sie sich noch ein Mal zu mir um: „Machs gut Rayen, wenn ich Zeit habe zeig ich dir sonst am Montag gerne die Schule.“ Sie winkte noch einmal kurz und dann fuhr das Taxi auch schon weiter. Mein Dad schaffte es sage und schreibe fünf Minuten lang sich das Lachen zu verkneifen. Ich wusste ich hatte mich teils ziemlich bescheuert verhalten, darum gab ich mein Bestes so zu tun als würde ich die Lachtränen in seinem Gesicht nicht sehen und schaute beschäftigt aus dem Fenster.


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BeitragThema: Re: The Insider (From Outsider to the Insider) Auszug   Mi Jan 09, 2013 10:46 pm

Tzzz.
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BeitragThema: Re: The Insider (From Outsider to the Insider) Auszug   Do Jan 10, 2013 8:48 pm

ausser deiner rückmeldung natürlich die hab ich schon nicht vergessen anneke Very Happy
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BeitragThema: Re: The Insider (From Outsider to the Insider) Auszug   Do Jan 10, 2013 8:55 pm

The-Insider schrieb:
ausser deiner rückmeldung natürlich die hab ich schon nicht vergessen anneke Very Happy

Das will ich auch schwer hoffen! Übel nehmen tu ichs dir trotzdem nicht! Lese mir das morgen durch, wenn du dafür irgendwas anderes kommentierst! Very Happy
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BeitragThema: Re: The Insider (From Outsider to the Insider) Auszug   Do Jan 10, 2013 9:04 pm

das ist ja erpressung xD ja klar mach ich doch gerne Smile
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BeitragThema: Re: The Insider (From Outsider to the Insider) Auszug   Sa Jan 19, 2013 5:33 pm

Hab deine Geschichte gestern Abend wiedergefunden und einem Zug durchgelesen. Vor allem gefällt mir, wie du Details beschreibst. Was mir fehlt, ist ein bisschen mehr Gefühl. Insgesamt lässt es sich, bis auf ein paar Rechtschreibfehler sehr gut lesen! Very Happy
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The Insider (From Outsider to the Insider) Auszug
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