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 Liebeschaos

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anneke
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BeitragThema: Liebeschaos   Do Dez 30, 2010 7:01 pm

„Es sind Sommerferien und was mach ich?“, fragte sich Susan, „ich sitze hier in meinem Zimmer und sortiere meine alten Spielsachen. Als wenn es nichts Besseres gäbe!“ Susan sprang auf, ging ins Wohnzimmer und setzte sich vor den Fernseher. Das hatte sie sich verdient, denn immerhin hatte sie seit heute Morgen um acht Uhr nichts anderes gemacht als Spielsachen für den Flohmarkt sortiert. Playmobil stapelte sich über Barbiepuppen bis hin zu den Kinderkleidern, aus denen sie schon lange rausgewachsen war. Sie konnte das ganze Zeug nicht mehr sehen, sie brauchte eine Pause.
Doch plötzlich kam ihre Mutter ins Wohnzimmer und schrie: „Susan, du sitzt hier faul vor dem Fernseher und hast noch gar nichts geschafft! Hab ich dir nicht gesagt, dass das morgen alles weg ist, wenn du es nicht vernünftig sortierst?“ Susan hing zwar nur an ein paar Teilen, aber das ihre Mutter ihr gesammeltes Spielzeug in die Mülltonne warf, wollte sie auch nicht. Sie rappelte sich auf und ging zurück in ihr Zimmer.
Beim Sortieren musste sie die ganze Zeit an Daniel denken. „Was er jetzt wohl gerade macht?“, fragte sie sich. Sie glaubte, Daniel wäre ihre große Liebe. Sie waren gerade mal drei Wochen zusammen, doch Susan liebte ihn mehr als alles andere, sogar mehr als ihre beste Freundin Lena, die deswegen sehr eifersüchtig auf Daniel war. Daniel war immer sehr hilfsbereit und pünktlich, was Susan sehr zu schätzen wusste.

Doch als Susan am nächsten Tag mit ihrer Mutter und Daniel, der versprochen hatte zu helfen, zum Flohmarkt fahren wollte, war kein Daniel in Sicht. Hatte er sie vergessen, fragte sie sich. Ihre Mutter rief nach ihr und Susan stieg ins Auto. Während der Fahrt rief sie dreimal auf Daniels Handy an, doch er ging nicht ran. Sie schrieb ihm eine SMS: „ Hi Daniel, warum bist du nicht gekommen? Falls du mich doch nicht vergessen hast, komm einfach gleich zum Einkaufszentrum. Ich warte sehnsüchtig auf dich. Kuss, Susan .“ Susans Mutter ging einkaufen und Daniel kam und kam nicht. Erst fing es langsam an, das Weinen, doch dann kam eine Träne nach der anderen.Sie wusste, er musste wieder bei Mareike sein. Dieses Schwein! Er hatte sie schon wieder betrogen, obwohl er versprochen hatte, es nicht mehr zu tun. Es war ihr komischerweise gar nicht peinlich vor all den Menschen zu Weinen. Sie hatte zum ersten Mal richtig Liebeskummer und ihretwegen konnte das ruhig das ganze Einkaufszentrum, ruhig die ganze Welt hören . Auf einmal fühlte sie sich, trotz der ganzen Menschen um sie rum sehr einsam.

„Er ist es nicht wert, kein Junge ist es wert, dass man um ihn weint!“ Erschreckt drehte Susan sich um und schaute in das Gesicht eines Mädchens mit roten Haaren und Sommersprossen. Sie sah verrückt aus und frech mit ihren kurzen Haaren. Ganz anderes als die schüchterne Susan mit ihren dünnen, blonden Strähnen. Susan war etwas sprachlos beim Anblick des Mädchens. Sie ist ganz anders als die Mädchen, die sie sonst so kennt.
„ Soll ich dir beim Verkaufen helfen? Ich bin ganz gut darin, meine Eltern haben die Bücher meiner Oma geerbt. Die verkaufen wir immer auf Flohmärkten im Park und in Buchhandlungen. Im Park ist es viel schöner zu verkaufen als hier. Achso, ich bin mit meiner Cousine zum Shoppen hier und ich hasse es. Also verrat mich nicht. Versprochen?“ „Versprochen!“, antwortet Susan.

Nach dem Flohmarkt haben sie zwar viel verdient, doch von Susans Zeug ist immer noch mehr als genug da. Als nach zehn Minuten Susans Mutter immer noch nicht von Einkaufen zurück ist, lädt Susan das Mädchen zu einem Eis ein. Auf Wunsch des Mädchens bestellen sie zusammen einen Liebesbecher. Der Liebesbecher war ein Eisbecher mit verschiedenem Beereneis, Vanilie- und Schokoeis mit Sahne. Nach diesem Rieseneisbecher war Susan so satt, sie hätte nicht mal eine Kirsche mehr essen können.

Sie war aber auch verwirrt. Wer war dieses Mädchen und was wollte sie von ihr? Nicht einmal ihren Namen hatte sie ihr verraten, nur das sie einen Hund namens Snoppy hatte, ihre Handynummer und das sie in der Nähe eines Parks wohnte, wo auch oft Flohmarkt war und sie die Bücher ihrer Oma verkaufte. „Wie heißt du eigentlich ? “ , fragte Susan das Mädchen. „Also meinen richtigen Namen darf ich nicht verraten, aber für meine Freunde heiß ich Nora. „Cooler Name“, meinte Susan anerkennend. „Und du?“, fragte Nora neugierig. „Susan“, antwortet Susan.

Plötzlich klingelt Susans Handy. Daniel, denkt sie. Doch es ist nur ihre Mutter, die sie anschimpfte, dass sie den Stand alleine gelassen hatte. „Ich muss los . Übrigends, kennst du vielleicht noch einen anderen Flohmarkt, wo ich meine Sachen verkaufen könnte?“ „Ja, der im Park ist nächsten Samstag. Vielleicht können wir ja zwei Stände nebeneinander reservieren.“
Genauso machten sie es dann auch. Gerade noch hatten sie Glück und haben zwei Stände nebeneinander bekommen. Im Park ist zwar viel los, aber die Geschäfte gingen nur schleppend voran. Während Susan gerade mal ein paar Playmobilfiguren, eine Barbie und zwei Kinderkleider verkauft hatte, hatte Nora mehr Glück. Als die beiden sich nach zwei Stunden eine Pause gönnten, fragte Susan Nora, ob sie einen Tipp für sie hätte, wie sie ihre Sachen besser verkaufen könne. Nora erklärte ihr: „ Du darfst die Preise nicht zu niedrig machen, sonst denken die Leute, sie kaufen Schrott.“

Nach der Pause schlug Susan den Kunden zuerst teurere Preise vor als ihre eigene Wertvorstellung. Die Leute fingen an zu Handeln und Susan verdiente manchmal mehr als sie dachte. Susan hatte nicht nur richtig Spaß beim Verkaufen, sondern sie hatte auch viel Spaß mit Nora. Wenn gerade keine Kunden da waren, rissen sie Witze und lachten herzlich. Als Noras Vater sie beide am Abend abholen wollte, war fast nichts von den Sachen mehr übrig. Irgendwie hatte Susan noch keine Lust nach Hause zu gehen und fragte Nora, ob sie Bock hätte mit ihr zu ihrem Lieblingsplatz zu laufen. Sie halfen Noras Vater mit den Kisten und gingen zum See, wo eine alte Bank stand.

Nach einer Weile fragt Susan Nora: „Du Nora, glaubst du an Liebe auf den ersten Blick? Seitdem ich dich kenne, weiß ich nicht mehr was ich für Daniel empfinde. „Ich weiß nicht, wie du das meinst, tut mir leid. Aber ich muss jetzt weg.“, meinte Nora verwirrt.

Freue mich über Kritik!


Zuletzt von anneke am So Jan 02, 2011 3:08 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Liebeschaos   Fr Dez 31, 2010 1:10 pm

Also erstmal ein Lob, das Konzept für deine Geschichte ist dir gut gelungen, jedoch verstehe ich nicht, warum das Mädchen (Nora) ihren richtigen Namen nicht verraten darf...
Ist das der Anfang deiner Kurzgeschichte oder war es das schon?
Eine Fortsetzung wäre klasse.
ICh verstehe ebenfalls nicht, aus welchem Grund du Susan nicht gleich Susan nennst, sondern sie eigentlich Susanne heißt. Wenn du einen Spitznamen nehmen möchtest, würde ich an deiner Stelle nicht Susan, sondern Susi oder so etwas nehmen. Oder eben Susan als richtigen Namen.
Du hast in dem Absatz mit 'Daniel' sehr oft seinen Namen verwendet, da wäre es schön, wenn du das nochmal überarbeiten würdest. Außerdem fehlt mir der Hintergrund, warum sie gleich anfängt zu weinen, wenn Daniel mal das Einkaufen vergisst und nicht an sein Handy geht. Woher weiß Nora eigentlich gleich, dass Susan wegen einem Jungen weint?
Ich denke, diese Fehler sind dir nur passiert, da du zu schnell geschrieben hast. Du wolltest schnell eine Geschichte präsentieren und bist dabei ein bisschen oberflächlich mit der Story, die du eigentlich wolltest, umgegangen.
Vielleicht überarbeitest du die paar Stellen noch mal und lädtst die Geschichte dann erneut hoch.
Wenn es etwas mehr wird, heißt es nicht gleich, dass es keine Kurzgeschichte mehr ist.
Ich habe da mal an einem Wettbewerb teilgenommen, da wurden für eine Kurzgeschichte mehr als 10 Seiten verlangt.
Also, schreib noch ein bisschen. Ich fände es toll, wenn Susan und Nora dann zusammen kommen würden und Susan Noras Geheimnis erfährt.

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BeitragThema: Re: Liebeschaos   Sa Jan 01, 2011 6:03 pm

Also ich glaube, erst einmal sollte man von "Kurzgeschichte" die genaue Definition kennen, bevor man behauptet, dass dieser Text ein Anfang dessen sein soll. Denn das ist Annekes Text definitiv nicht. Wesentliche Merkmale einer Kurzgeschichte sind vor allem auch die Kürze, dass meistens eine Einleitung fehlt, dass es zum Nachdenken anregen soll und dass es oft ein offenes Ende gibt.
Vielleicht könnte man das, was du meinst Lille, als Novelle bezeichnen, als Erzählung oder eben als kurze Geschichte, aber nicht als Kurzgeschichte.

Um zu dir zu kommen, Anneke, du hast gut geschrieben. Manche Stellen sind jedoch nicht ganz sauber formuliert oder man stolpert über Zeichensetzungsfehler. Manchmal hast du vor einem Satzzeichen ein Leerzeichen gemacht, diese solltest du entfernen.

Das hatte sie sich verdient, denn immerhin hatte sie seit heute Morgen um acht Uhr nichts anderes gemacht[,] als Spielsachen für den Flohmarkt sortiert.

Susan hang [hing] zwar nur an ein paar Teilen, aber das[s] ihre Mutter ihr gesammeltes Spielzeug in die Mülltonne warf

Es war ihr komischerweise gar nicht peinlich[,] vor all den Menschen zu [w]einen. –bei dem erweiterten Infinitiv mit "zu" gibt es die Komma-Kann-Bestimmung, aber in diesem Fall ist es sinnvoll, ein Komma zu setzen.

Erschreckt dreht Susan sich um - "Erschrocken" dreht Susan sich um

Vanilie- und Schokoeis - Vanille- und Schokoeis

„Susan[kein Punkt]“, antwortet Susan. – wenn einem Aussagesatz bei einer Wörtlichen Rede ein Begleitsatz folgt, wird der Punkt weggelassen.

Die Leute fangen an zu [h]andeln und Susan verdiente manchmal mehr[,] als sie [ge]dacht [hätte].

Wenn gerade keine Kunden da waren, [rissen] sie Witze und lachten herzlich.

Irgendwie hatte Susan noch keine Lust[,] nach Hause zu gehen und fragte Nora, ob sie Lust hätte[,] mit ihr zu ihrem Lieblingsplatz zu laufen. – hier verwendest du zweimal "Lust", was eintönig ist. Versuche es umzuschreiben, um es abwechslungsreicher zu gestalten.

Seitdem ich dich kenne, weiß ich nicht mehr[,] was ich für Daniel empfinde.

„Aber ich muss jetzt weg[kein Punkt]“, meinte Nora verwirrt.

Zwar bin ich anderer Meinung als Lille, dass Nora nicht wissen kann, dass Susan um einen Jungen weint. Ich finde, dass du es so lassen könntest - im Notfall. Denn im Grunde hat Nora ja nur geraten, weil es ziemlich offensichtlich ist. Außerdem verleiht es Nora ein geheimnisvolles Flair. Aber ich muss Lille zustimmen, was die Spitznamenswahl betrifft. In diesem Fall würde auch ich "Susi" empfehlen.
Im ersten Abschnitt habe ich mich noch gefreut, wie detailiert du auf die Umgebung eingehst und wie du dem Leser ein Bild ins Gedächtnis zauberst, aber genau das musste ich ab dem zweiten Drittel sehr stark missen.
Was allerding der allergrößte Minuspunkt ist, ist deine Zeitform. Manchmal schreibst du im Präteritum, dann wieder im Präsens, dann wechselst du wieder etc. Das musst du unbedingt überarbeiten und immer auf die richtige Zeitform achten!
Inhaltlich sagt es mir noch nicht sehr zu, aber mit deinen letzten Sätzen, in denen Susan an ihren Gefühle zweifelt, hast du auch meine Neugierde geweckt.
Aber bitte tu deinen Lesern einen Gefallen: Setze mehr Absätze! Das würde das Lesen ungemein erleichtern.
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