Romane - Kurzgeschichten - Gedichte - Songtexte - Theaterstücke

posten, bewerten, Tipps & Tricks rund um's schreiben
 
StartseiteStartseite  PortalPortal  KalenderKalender  FAQFAQ  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  NutzergruppenNutzergruppen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Austausch | 
 

 Winterfeuer

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Ceyreen
Neuling
Neuling
avatar

Anzahl der Beiträge : 6
Anmeldedatum : 20.05.13
Alter : 18
Ort : Bayern

BeitragThema: Winterfeuer   Di Mai 21, 2013 11:30 am

Hi!
Ich würde mich sehr freuen, wenn du gerade ein bisschen Zeit hättest, um dir mal den Anfang meines Fantasy-Romans durchzulesen. Ich stelle hier jetzt erstmal nur den Prolog und das erste Kapitel rein - eigentlich bin ich aber schon beim 12. Kapitel... Aber das ist glaub ich ein bisschen viel, das alles auf einmal reinzustellen...

Prolog:

Ich war bewusstlos.
Um mich herum war alles düster und ich schwebte in der angenehmen Dunkelheit.
Auf einmal kamen mir Teile eines Traumes in den Sinn:

Überall war Feuer. Ich suchte etwas. Jemanden.
Ich kämpfte mich durch den Rauch und blickte um mich.
Dann entdeckte ich sie. Schrie auf - und wurde ohnmächtig.


Was war das für ein Traum?
Ich versuchte meine Gedanken zu sortieren, aber sie jagten durch meinen Kopf wie ein aufgescheuchter Bienenschwarm.
Ich suchte in meinem Inneren nach einer Erinnerung, aber das einzige was ich fand war Müdigkeit.
Dann gab ich mich wieder der wohltuenden Dunkelheit hin.


1. Kapitel:

„Psst, sie schläft doch noch“, flüsterte jemand.
Eine andere Stimme antwortete leise.
Ich hörte vorsichtige Schritte und spürte, wie mir jemand über den Arm strich.
Eine Gänsehaut lief mir über den Rücken und ganz langsam schlug ich die Augen auf. Das helle Licht blendete mich und es dauerte einige Zeit, bis ich mich daran gewöhnt hatte.
Ich wollte den Kopf drehen, um zu schauen, wo ich mich befand, aber als ich ihn zur Seite neigte, hatte ich das Gefühl, mir hätte jemand ein Messer durch die Wirbelsäule gejagt, so sehr tat es weh.
Schnell zog ich den Kopf zurück, doch der Schmerz hielt an.
„Lamira?“, fragte eine leise Stimme.
Ich wollte etwas erwidern, aber mein Mund war wie ausgedörrt, und ich brachte nur ein Krächzen heraus.
Mir wurde ein Glas Wasser gereicht, aber meine Finger zitterten viel zu sehr, als dass sie es hätten halten können. Eine Hand schob sich unter meinen Rücken und hob mich langsam hoch.
Ich biss die Zähne zusammen, denn die Schmerzen nahmen wieder zu. Doch als ich aufrecht saß, ging es besser und ich atmete erleichtert aus. Eine Frau, die neben dem Bett, kniete, half mir, das Glas an den Mund zu führen.
Der erste Schluck war schrecklich. Mein ganzer Hals war ausgetrocknet und es tat höllisch weh. Aber dann siegte der Durst und ich trank drei volle Gläser aus.
Die Frau half mir, mich wieder hinzulegen und ich seufzte zufrieden, als ich in die weichen Kissen sank.

"Geht es dir jetzt besser?", fragte sie.

Ich nickte langsam - mein Kopf tat immer noch ziemlich weh, wenn ich ihn zu stark bewegte - und betrachtete sie genauer.
Sie trug ein weißes Shirt und eine weiße Hose. Ihre blond-braunen Haare hatte sie zu einem Dutt aufgesteckt, aus dem sich ein paar Haarsträhnen schon wieder lösten und sich in kleinen Löckchen um ihr Gesicht kringelten.
Ich überlegte, sie kam mir irgendwie bekannt vor.
"Elyra, bist du das?", fragte ich vorsichtig und musste husten.
Die Frau nickte.
Elyra war die Schwester meines Vaters, der vor fünf Jahren gestorben war. Seitdem hatten sich Elyra und meine Mutter zusammen um mich und meine jüngere Schwester Cynthia gekümmert.
Ich lächelte und sie umarmte mich behutsam.

Auf einmal kam mir ein schrecklicher Gedanke in den Sinn.
"Wo sind Mama und Cynthia?", fragte ich und unterdrückte den erneut aufsteigenden Hustendrang.
Elyra schloss die Augen und drehte sich von mir weg.
"Lamira, du weißt das nicht?", fragte sie langsam.
"Nein", sagte ich.
Elyra stiegen Tränen in die Augen und sie erhob sich. Sie warf mir einen verzweifelten Blick zu, "du weißt wirklich gar nichts mehr?"
"Ich bin mir nicht sicher", sagte ich vorsichtig, "vor ein paar Tagen oder so hatte ich einen seltsamen Traum. Da war alles voll Rauch und Feuer und ich habe jemanden gesucht. Dann hat irgendwer meinen Namen gerufen. Schließlich habe ich sie gefunden, aber dann wurde ich ohnmächtig..."
Elyra seufzte und noch mehr Tränen liefen ihr über die Wangen.
"Bitte werd erst gesund", flüsterte sie.
Dann lief sie aus dem Zimmer und ließ mich alleine zurück.

Ich war zu erschöpft, als dass ich noch länger hätte wach bleiben können, und so ließ ich mich wieder in die angenehme Welt der Bewusstlosigkeit entführen, in der nichts eine Rolle spielte und ich alles vergessen konnte.
Ich erwachte, als mir jemand einen kühlen Lappen auf die Stirn legte.
Langsam schlug ich die Augen wieder auf. Im ersten Moment war alles verschwommen und unscharf und der Raum schien sich um mich zu drehen.
Meine Hände verkrampften sich und klammerten sich an die Bettdecke.
Nach scheinbar endlosen Minuten verging das Schwindelgefühl und ich konnte endlich klarer sehen.
Ich seufzte erleichtert.
Langsam wandte ich den Kopf - der heftige Schmerz, der mich das letzte Mal bei dieser Bewegung durchzuckt hatte, blieb aus; nur mein Rücken protestierte.
Eine kleine, blondhaarige Frau kniete neben meinem Bett. Sie trug einen weißen Kittel, der ein bisschen an einen zu kurzen Bademantel erinnerte, und darunter eine ebenfalls weiße, dünne Leggins.
Sie kam mir seltsam vertraut vor, wie eine alte Freundin oder Bekannte. Eine Erinnerung rührte sich in mir, aber je mehr ich versuchte, sie festzuhalten, desto mehr entwischte sie mir.
"Lamira?", fragte sie und ihre tiefe Stimme ließ mich zusammenzucken.
Ich nickte vorsichtig.
"Wie geht es dir?", wollte die Frau wissen.
"Gut - soweit", sagte ich und räusperte mich. Der Husten war zwar weg, aber ein leichtes Kratzen spürte ich immer noch im Hals.
"Ich komme von Elyra", erzählte die Frau, "sie lässt fragen, ob du langsam bereit bist, etwas zu essen..."
Essen?, dachte ich und verzog das Gesicht. Schon allein bei dem Gedanken daran wurde mir schlecht und ich musste heftig schlucken.
"Besser nicht?", fragte die Frau und lächelte verständnisvoll.
Wieder nickte ich - langsam.
"Wie wäre es mit Aufstehen?"
Ich atmete zischend aus. Klar - aufzustehen wäre schön, wunderschön; zumindest allemal besser, als nur herumzuliegen.
Aber ich hatte Angst.
Angst, dass mein Rücken mich nicht würde halten können und ich hinfallen würde.
Angst, wieder ohnmächtig oder bewusstlos zu werden.
Angst, überhaupt nicht stehen oder laufen zu können - aus welchem Grund auch immer.

Die Frau schien meine Gedanken zu erraten, denn sie sagte:
"Anscheinend ist das auch keine so gute Idee. Kann es sein, dass dein Rücken dir immer noch ziemlich wehtut?"
Ich wollte nicken, aber in diesem Moment schoss mir ein so heftiger Schmerz durch die Wirbelsäule, dass mir schwarz vor Augen wurde. Es dauerte einige Zeit, bis ich wieder klar sehen konnte und ich klammerte mich angstvoll an die Bettdecke, um ja nicht nochmal ohnmächtig zu werden. Doch dadurch verstärkte sich der Schmerz nur noch und ich sank kraftlos in mich zusammen.
Die Frau beobachtete mich aufmerksam.
Am liebsten hätte ich sie angeschrien, sie solle weggehen, aber mein Hals war wie ausgedörrt.
Ganz allmählich legte sich der Schmerz und ich holte zitternd Luft.
"Meinst du, du schaffst es, dich auf den Bauch zu drehen?", fragte die Frau behutsam, "ich glaube, ich kann dir helfen."
Sie half mir, mich langsam auf die Seite zu drehen, bis ich schließlich auf dem Bauch lag. Dann schob sie mein dünnes Nachthemd bis zu den Schultern hoch und begann, meinen Rücken vorsichtig zu massieren. Ich entspannte mich ein bisschen und schloss die Augen. Doch als ihre Finger langsam zu meinen Rippen hochwanderten, zuckte ich zusammen und riss die Augen wieder auf.
"Aua!"
Die Frau nickte bestätigend. "Wie ich vermutet habe", sagte sie, "du hast dir eine schöne Prellung zugezogen. Deshalb tut dir dein Rücken die ganze Zeit so weh."
"Wie ist das passiert?", fragte ich.
"Ich denke mal, durch deinen Sturz als du nach..." Sie verstummte.
"Bitte erzähl weiter", sagte ich, drehte den Kopf und sah sie flehend an, "bitte!"
Sie schüttelte den Kopf. "Nein. Das darf ich nicht. Elyra hat es mir ausdrücklich verboten. Warte noch, bis du richtig gesund bist, dann wirst du alles erfahren."
Ich wurde wütend. "Das sagen alle! Wieso wollt ihr mir denn nichts sagen? Ihr lasst mich hier einfach liegen, bei meinen Alpträumen und Ängsten und kümmert euch gar nicht um mich!"
Die Frau zuckte zusammen. "Das ist nicht wahr", sagte sie leise.
"Sondern?", fragte ich.
Ich spürte, dass ich sie überredet hatte. Sie würde mir helfen!


Vielen Dank schon mal fürs Lesen! Smile
Über Verbesserungsvorschläge und Tipps würde ich mich sehr freuen.

LG

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
pefena
Neuling
Neuling


Anzahl der Beiträge : 1
Anmeldedatum : 24.05.14
Alter : 16

BeitragThema: zu:winterfeuer   Sa Mai 24, 2014 1:59 pm

es hört sich spanent an! ehrlich Wink 
allerdings finde ich den anfang etwas zu verwirent (nicht das ich es besser könnte Razz )
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
 
Winterfeuer
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Romane - Kurzgeschichten - Gedichte - Songtexte - Theaterstücke :: Posten & Bewerten :: Erste Ideen & Prologe-
Gehe zu: