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 Engelsblut [Arbeitstitel] - Prolog

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Mizore
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BeitragThema: Engelsblut [Arbeitstitel] - Prolog   Mi Nov 12, 2014 12:37 am

(Mein erster Beitrag, wuhu xD)
Hallöle allerseits~
Ich möchte mich nun endlich mal an einer eigenen Geschichte versuchen :3 (bin im Moment am Manuskript schreiben~)
Vorher habe ich schon ca. zwei Jahre Fanfictions geschrieben, habe also schon etwas Schreiberfahrung, bin mir mit dem Plot und den Charakteren hier aber noch unsicher, auch wenn ich schon 2.000 Wörter Notizen aufgeschrieben habe.
An sich wird es ein Fantasyroman, das steht schon fest. Das erste Kapitel ist beinahe fertig gestellt und hier möchte ich euch den Prolog präsentieren ^w^ Dieser hat noch nicht viel mit der eigentlichen Handlung zu tun.
Ich bitte um ehrliche Meinungen und vor allem Kritik =3
**

»Ich sagte es euch bereits. Es gibt keinen Weg, mich zu zwingen. Lieber würde ich tausend Tode sterben, als sie an euch auszuliefern.«
Ihre Stimme zitterte vor Qual, doch sie war entschlossen und schwankte nicht.
Ein Schrei entriss sich ihrer Kehle, als der heiße Schmerz sie abermals durchfuhr.
Ihr gegenüber, völlig unbeeindruckt von ihrem Leid, stand ein hochaufragendes Wesen mit reinem Weiß am Rücken. Seine Miene lag im Schatten, doch als er seine Stimme erhob konnte sie seine Wut über ihr stures Schweigen hören.

»Du hast kein Recht dazu, mir dies zu verweigern. Du hast kein Recht mehr zu irgendetwas.«
Seine Worte zerschnitten die Stille und ließen ihren Körper kribbeln.
Sie zuckte zusammen, als sie fühlte wie seine Hand sich an ihre Wange legte. Heiß fühlte sie sich auf ihrer kühlen Haut an.
Die Hand wanderte zu ihrem Kinn und hob es vergleichsweise sanft an, womit er sie zwang, dem Blick seiner silbernen Augen zu begegnen.
»Du musst das verstehen, meine Liebe. Ich brauche sie. Ohne sie kann ich nicht…« Er verstumme für einen Moment und musterte sie eindringlich. Sie hielt seinem Blick nur unter Mühe stand.
»… du bist wunderschön, weißt du das?« Ihre Augen wurden schmal.
»Wenn du doch nur nicht so stur gewesen wärst. Du hättest alles haben können. Ich hätte dich zu meiner Königin gemacht und dir alles gegeben, was du begehrst. Glaube mir, ich habe nie gehofft, dass es so enden würde.« Seine Lieder senkten sich und er schüttelte scheinbar bedauernd den Kopf.
»Nein, wirklich nicht. Einem solch schönen Geschöpf wie dir Leid anzutun, tut mir selbst weh. Keiner von uns könnte es mit deiner Reinheit aufnehmen, obwohl wir doch als die reinsten Wesen auf dieser Welt gelten. Wie gerne würde ich dich noch besser kennenlernen…«
Seine Hand glitt weiter nach unten. Sie riss erschrocken die Augen auf als sie verstand, worauf er anspielte. Mit einem Ruck straffte sie sich.
»Als ob ihr irgendetwas fühlen könntet«, knurrte sie mit letzter Kraft.
»Ihr, der ihr eure Sterblichkeit aufgabt und euch selbst zum Gott machtet. Einen falschen Gott, wohlbemerkt. Nein, selbst wenn ihr dieses Vorhaben durchsetzen würdet, ihr würdet nichts von mir spüren. Nichts.« Sie sprach diese Wörter mit solcher Genugtuung, dass sie sie fast selbst glaubte.

Er hielt inne und starrte sie einen Augenblick an. Dann zog er die Hand zurück als hätte er sich verbrannt. Er legte den Kopf in den Nacken und tat einen tiefen Atemzug. Als er sie wieder anschaute, waren seine seelenlosen Augen hart wie Stein. Sie biss die Zähne zusammen und zwang sich, nicht zu schlucken.
»Weißt du«, begann er mit beiläufiger Stimme; als würde er etwas über das schöne Wetter sagen,
»Meine Worte entsprechen immer der Wahrheit. Ich lüge nicht, genauso wenig wie die anderen meiner Spezies. Im Gegensatz zu euch sind wir nämlich der Unvollkommenheit entflohen und haben uns zu dem gemacht, was uns vorherbestimmt war; perfekten Wesen ohne Makel. Eure eben aufgezählten Punkte waren nur ein geringer Preis gegen diese Perfektion.
Und aufgrund eben jeder Perfektion weiß ich schon jetzt, was passieren wird. Egal, was ihr tut, ihr könnt das Schicksal nicht abwenden. Das Unvermeidliche hat seinen Namen nämlich nicht umsonst. Es ist unvermeidlich.« Er wich vor ihr zurück.
»Genieße diesen Moment des Gefühls des Widerstandes. Es werden nämlich die letzten sein.« Er lächelte.
»Sie werden kommen.«
Wie erstarrt sah sie zu, wie er sich in einem Lichtwirbel auflöste.

Licht.
Wann hatte sie natürliches Licht das letzte Mal gesehen? Die Sonne? Es kam ihr so unendlich lang vor.
Zitternd Luft holend ließ sie sich auf den Boden sinken, soweit es die Ketten um ihre Handgelenke erlaubten.
Unvermeidlich.
Mit einem Schaudern dachte sie an das entschlossene Funkeln in seinen Augen zurück.
Es stimmte. Sie war entschlossen, dies hier bis zum bitteren Ende durchzuziehen. Für die Ewigkeit, wenn es sein musste.
Doch was sollte sie mit ihrer Entschlossenheit anfangen, wenn ihr Widersacher genau die gleiche, wenn nicht sogar noch größere in sich trug?
Mit einem Seufzen zog sie die Beine an den Körper heran.

Er verschwand in einem Lichtwirbel. Doch dieser Lichtwirbel kam ihr in ihrer Position noch dunkler vor als die Dunkelheit des Raumes, in welchem sie sich befand. Eine Dunkelheit, welche ihre Tränen und Schreie auffing, sie aufsog und dadurch noch schwärzer wurde…

**
Ich hoffe ich habe alles richtig gemacht ='3 Er ist ein bisschen lang aber naja xD
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Zweifun
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BeitragThema: Re: Engelsblut [Arbeitstitel] - Prolog   So Nov 23, 2014 9:18 pm

Also . . . Ich bin schon fast sprachlos ;D
Dein Schreibstil ist echt bemerkenswert und das in nur 2 Jahren!
Ich schreibe jetzt auch schon etwa seit 2-3 Jahren (aber auch nur wenn ich Lust und Zeit habe ;D) und
bin fast schon neidisch. Mir kommt es einfach so viel besser vor, als mein Stil - könnte aber auch einfach daran liegen, dass ich meine Sachen schon zu oft gelesen habe ^^'

Zu den Charakteren kann ich noch nicht viel sagen, außer, dass in ihnen bereits viel Leben steckt, eben wegen diesem tollen Schreibstil. Ich müsste schon etwas mehr lesen, um sie besser einzuschätzen.

Vom Storytechnischen aus: Es macht wirklich Lust, mehr zu lesen. Es klingt bereits sehr vielversprechend und wäre ein guter Einstieg.

Zu bemängeln hätte ich eigentlich nichts - es wäre einfach noch zu früh, um irgendwas gegen die Story zu sagen und dein Schreibstil ist wirklich auf gutem Weg.
Tut mir leid, falls es dir nicht weiterhelfen sollte - ich bin einfach kein guter Kritiker ^^'

Liebe Grüße; Zweifun
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Engelsblut [Arbeitstitel] - Prolog
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